LKG Finsterwalde

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Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in Deutschland und darüber hinaus Tausende von Landeskirchlichen Gemeinschaften, die im Jahr 2004 allein in der Bundesrepublik über 300.000 Mitglieder zählten. Träger dieser geistlichen Bewegung waren neben vielen Laien auch evangelische Pfarrer, die gegen die Säkularisierung der Bevölkerung angehen wollten. Darum wurden sie missionarisch tätig. Viele der hinzugekommenen Christen schlossen sich zu Landeskirchlichen Gemeinschaften zusammen, deren Gründer und Förderer nicht selten evangelische Pfarrer waren. Die erste Landeskirchliche Gemeinschaft wurde in Augsburg von dem Fabrikbesitzer Ernest Mehl gegründet.

Die Gemeinschaften verstehen sich als eine eigenständige geistliche Bewegung innerhalb der evangelischen Landeskirchen und sind aus der Historie heraus stark mit dem Pietismus verbunden. Sie sind keine eigenständige Kirche, noch vertreten sie Sonderlehren. Oft arbeiten die Mitarbeiter der Gemeinschaften neben ihrer Gemeinschaft auch in ihrer Kirchengemeinde mit. Sie versuchen ihr Leben nach dem Wort Gottes zu gestalten, und Nächstenliebe praktisch umzusetzen. Die Bibel ist ihre einzige Grundlage. Eine Landeskirchliche Gemeinschaft weiß sich dem Auftrag Jesu Christi verpflichtet, durch die Verkündigung des Evangeliums Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen (Missionsbefehl), aber auch zum glaubwürdigen Leben und zum Dienst für Jesus anzuleiten (Eph. 4, 11-13)

Die Landeskirchlichen Gemeinschaften bieten oft auch eine eigene Kinder- und Jugendarbeit an. Die Kinderarbeit wird meist als Jungschar bezeichnet, während die Teenager- und Jugendarbeit oft durch eine Ortsgruppe des EC (Jugendverband "Entschieden für Christus") erfolgt. Die Arbeitsgruppen der Gemeinschaften werden zum Großteil durch ihre Mitglieder geleitet. Neben Familie und Beruf setzen sich viele ein, um in der Kinder-, Jugend-, Chorarbeit, Bibelstunden und anderen Veranstaltungen mitzuarbeiten. Die Gemeinschaften finanzieren ihre Arbeit selbst bzw. leben von Spenden. Aus der Arbeit der Gemeinschaften sind nicht wenige Pfarrer, Prediger, Jugendwarte, Missionare und Diakonissen hervorgegangen, um in Kirchen, Gemeinschaftsverbänden oder anderen Werken der inneren und äußeren Mission tätig zu sein. Die Mitglieder und Freunde der Gemeinschaften treffen sich auf Verbandsebene mehrfach im Jahr zu Gemeinschafts- und Jugendtagen, Mitarbeitertagen, Frauentagen und Seminaren.

Wo immer es möglich ist, streben die Landeskirchlichen Gemeinschaften eine gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchengemeinden an und gehören vor Ort meist zum Arbeitskreis der Evangelischen Allianz, der sich in der Regel aus Mitarbeitern der Kirchengemeinden von Landeskirchen und Freikirchen sowie anderen Werken zusammensetzt, wie beispielsweise CVJM, EC, Blaues Kreuz. Der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband mit Sitz in Kassel ist der deutsche Dachverband der Landeskirchlichen Gemeinschaften. Unter dem Gnadauer Gemeinschaftsverband gibt es noch zahlreiche regionale und überregionale Verbände, unter denen sich örtliche Landeskirchliche Gemeinschaften zusammengeschlossen haben.

Unser Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg (kurz GWBB) hat seinen Sitz in Woltersdorf bei Erkner.

Link zum Berlin-Brandenburger Gemeinschaftswerk:       www.gwbb.de

Link zum Gnadauer Gemeinschaftswerk:                          www.gnadauer.de   

Herrnhuter Losungen

Tageslosung Mittwoch, 20. September 2017
Es kommt die Zeit, da werde ich meinen Geist ausgießen über alle Menschen.
Petrus sprach: Da Jesus nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr seht und hört.

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